30 Juli 2006

Reisepraxis


Kredit- oder Debit Karte? Bargeld oder Travellercheques?

Auf einer Reise gibt es immer viele Möglichkeiten, Geld mit sich zu führen. Die folgenden sind die gängisten. Weltreiseforum.com zeigt die Vor- und Nachteile der verschiedenen Methoden auf:

Bargeld
Bargeld ist die klassische Art, seine Reisekasse mitzuführen. Mit Bargeld hat man am wenigsten Probleme, da man dies auf der ganzen Welt gut eintauschen kann (am besten Dollars und Euros). Im Vergleich zu anderen Methoden zeichnet sich Bargeld in der Regel dadurch aus, dass man am wenigsten beim Wechsel verliert. Der Nachteil ist natürlich, dass Bargeld leicht verloren geht, nicht ersetzt wird und auch nicht gegen Diebstahl versichert ist.
Fazit: immer ein Teil Bargeld mitnehmen. Je sicherer das Land, desto mehr.

Travellercheque
Beinahe so klassisch wie Bargeld sind die Reiseschecks. Sie sind sowohl gegen Diebstahl wie auch gegen Verlust versichert und können häufig auch in kleinen Banken eingelöst werden.  Doch sie haben zwei gravierende Nachteile: teilweise verlangen die einlösenden Banken von gewissen Ländern horrende Einlösegebühren (welche Länder das sind im Reiseforum fragen) und das Einlösen der Schecks ist nicht selten eine Geduldprobe. Der Autor dieses Textes musste in sowohl im modernen Japan wie auch im weniger fortgeschrittenen Indien bis zu einer Stunde warten, um das Papiergeld einzulösen.
Fazit: gute Möglichkeit, Notfallreserven auf sich zu tragen. Im Praxistext aber nur beschränkt brauchbar, weil das Umwechseln zu umständlich ist.

Kreditkarte
Auch mit der Kreditkarte ist man gegen Diebstahl und Verlust versichert. Insbesondere bei kurzen Tripps erweist sie sich als nützlich, da man mit ihr weltweit bargeldlos einkaufen kann und zudem relativ schnell mit einem sicheren PIN-Code an seine Bargeldreserven kommt. Nachteilhaft sind jedoch, dass die Bezugsgebühren für Bargeld bei Kreditkarten sehr hoch sind (hängt zwar von der Karte ab, aber in der Regel ist mit über zwei Prozent zu rechnen) und es in weniger entwickelten Ländern kaum Möglichkeiten gibt, seine Kreditkarte einzusetzen. Ein weiterer Minuspunkt ist die Unübersichtlichkeit: man weiss kaum, wieviel man schon ausgegeben hat.
Fazit: nützlich bei teuren Shoppingtripps, aber nicht unersetzlich
 

Debitkarten
Debitkarten werden häufig fälschlicherweise auch als Kreditkarten bezeichnet. Der grosse Unterschied ist jedoch, dass das verbrauchte Geld direkt vom Konto kommt und nicht von einer Kreditfirma wie zum Beispiel Visa. Die in der Schweiz wohl wichtigste Debitkarte ist die vom Gelben Konto der Post. Sie hat den Vorteil, dass dank eplus mit ihr der Bargeldbezug im Ausland am preiswertesten ist (im Vergleich zu Kreditkarten) und häufig auch am praktischsten (im Vergleich zu den Travellerchecks. Nachteil: mit der Karte lässt sich nur Geld abheben, jedoch im Ausland selten direkt bezahlen.
Fazit: eine solche Karte gehört bei jeder Reise ins Gepäck.

Fazit:
Eine sinnvolle Reisekasse besteht aus einer Mischung aus allen vier Möglichkeiten. Die passende Reisekasse muss daher für jedes Reiseland auf Grund der Vor- und Nachteile anders und neu zusammengestellt werden. Grundsätzlich fährt man jedoch sicher nicht schlecht, etwa 30 Prozent der Reisekasse hälftig in Bar und Scheck mitzunehmen und für den Rest auf seine Debitkarte zu setzen.
Stand: Herbst 2005

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