30 Juli 2006

Reisepraxis


Gratisarbeit ist eine günstige Option

Wer im Ausland arbeitet, braucht eine Arbeitsbewilligung. Die ist allerdings weltweit alles andere als leicht zu kriegen. Offenbar fürchten sich alle von ausländischen Arbeitnehmern. Kein Visum braucht jedoch, wer unentgeltlich arbeitet. Diese Regel gilt zumindest so in den meisten Ländern. Im Zweifelsfall im traveltalk oder bei der betreffenden Botschaft nachfragen. Dies gilt fürs Nichteuropäische Ausland. Innerhalb der EU bestehen Sonderregelungen, welche die adminstrative Schützwand wenigstens ein bisschen durchlässig machen.

Praktika
Wenn ein Praktikum nicht bezahlt wird, sondern nur als Gegenleistung eine Unterkunft zur Verfügung gestellt wird, gilt dies in der Regel nicht als Arbeit im juristischen Sinne. Gerade für die, welche eher aufs Erlebnis als aufs Geld aus sind,, können unbezahlte Praktika sinnvoller sein, als bezahlte Arbeit. Stellen gibt es immer wieder. Hier eine umfassende Übersicht zu geben ist leider nicht möglich. Wer jedoch nach Praktikum bzw. “Internship” und seinem Wunschland googelt, dürfte leicht fündig werden.

Wwoofing.
Eine andere Art der Gratisarbeit ist das sogenannte Wwoofing. Dieses Kunstwort

ist eine Abkürzung für Willing Workers On Organic Farms. Der Begriff kommt daher, dass wwoof seinen Anfang darin nahm, dass willige Arbeiter täglich vier Stunden pro Tag gegen Kost und Logis arbeiten können. Mittlerweile hat sich wwoofing auch auf andere Bereiche ausgeweitet. Wer sich für diese Art der Arbeit interessiert, kann sich bei der Dachorganisation für jedes Land eine Liste mit den teilnehmden Betrieben kaufen. Die Liste kann man bestellen unter: www.wwoof.org
Allerdings sind die Adressen nicht umfassend. In Reisemagazinen gibt es immer wieder Annoncen von sozialen Einrichtungen in
Drittweltländern, die Gratismitarbeiter gegen Kost und Logis suchen. Es kann sich also lohnen, hier einmal gezielt zu suchen.

Entwichlungshilfe
Weniger ideal ist die Entwicklungshilfe. Diese zahlen oft nicht nur nicht, sondern verlangen sogar eine stolze Summe, dass die Touristen helfen dürften.
Obwohl wir grundsätzlich von der Notwendigkeit der Entwicklungshilfe überzeugt sind, halten wir solche Angebote für nicht unterstützungswürdig. Es soll zwischen Arbeitshilfe und der Hilfe durch Bezahlung eine klare Grenze gezogen werden.

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