30 Juli 2006

Reisepraxis


Die Reisebuchverlage haben schon lange erkannt, dass Traveller oft an ihre Sprachgrenzen stossen. Mittlerweile gibt es kaum noch einen Reiseführer, der im Anhang nicht wenigstens die wichtigsten Sätze der Landessprache aufgeführt hat. Doch diese Kurzsprachführer sind in den meisten Fällen absolut untauglich. Wer also wirklich auf die sprachliche Kommunikation angewiesen ist, braucht etwas anderes.

Wer ein bisschen länger in seinem Reiseland verweilt, ist mit den Büchlein der Kauderwelschreihe des Reise-Know-how-Verlags gut beraten. Diese kleinen Büchlein warten mit einem kleinen, extrem vereinfachten Grammatikteil und einem Wortschatz von rund 1000 Vokabeln auf. Das ist zwar nicht viel, aber wer die Regeln im Grammatikteil beachtet und sich die Vokabeln zusammenklaubt, kann bald genug radebrechen, um sich überall auf eigene Faust durchzuschlagen. Die wahre Stärke der Reihe liegt allerdings darin, dass im Buch viele nützliche Beispielsätze aufgeführt sind und zwar gleich vier Mal: zunächst in der jeweiligen Schrift, dann in einer phonetischen Umschrift für die Aussprache und je eine wörtliche und eine sinngemässe Übersetzung. So bekommt man schnell ein Gefühl für die Sprache.

Wer mehrere Länder bereist, ist unter Umständen mit den Lonely Planet Phrasebooks besser dran. Die sind zwar weniger ausführlich, doch gibt es manchmal praktische Kombibände, die gleich mehrere Länder abdecken. Zum Beispiel das South-East Asia Phrasebook, das einem von Myanmar über Thailand und Malaysia bis auf die Philippinen sprachlich unter die Arme greift.

Doch dem Konzept der Phrasebooks sind Grenzen gesetzt, wenn es beispielsweise um tonale Sprachen wie Chinesisch oder Thai geht. Die Silben können noch so schön ausgesprochen werden – fällt die Stimme, statt dass sie steigt, ist es mit dem Verständnis schon vorbei. Um dies zu verhindern, gibt es zwar zu den meisten Sprachführen die passenden CDs. Doch hier wird es bald problematisch: Nicht alle Touristen haben Lust und Laune, gleich einen Crashkurs in der Landessprache ihrer Reisedestination zu nehmen.

 Für solche gibt es das so genannte «OhneWörterBuch», das Langenscheidt herausgegeben hat. Auf 31 Seiten finden sich 500 Zeigebilder für Weltenbummler. Das Konzept dieses Wörterbuches ist so einfach wie genial: Denn bei diesem Buch funktioniert die Kommunikation nicht mehr über die Lippen, sondern mit dem Zeigefinger

[Reisepraxis] [Geld- und Finanzen] [Versicherungen] [Reisezubehör] [Kamera] [Musik] [Telefon] [Datenspeicher] [Steckdosen] [Sprachführer] [Tickets] [Reisefotographie] [Arbeit]